Ende April hatte es die neue PV-Anlage bewiesen:

Zusammen mit der Erdwärmepumpe wurde das Haus, wo ich wohne,  zum Plus-Energiehaus.

Das gilt sowohl über die ganze Einbauzeit der neuen PV-Anlage seit Inbetriebnahme in 2019 als auch für das bisherige Kalenderjahr 2020.

Für die Zeit vom 1. Januar bis  4. Mai 2020 lieferte die Produktionsüberwachung im Wechselrichter der PV-Anlage folgende Daten:

  • Geliefert hat die Sonne 2.660 kWh
  • Verbraucht wurden einschließlich Heizung und Warmwasser nur 2.280 kWh
  • Anteil des PV-Stroms, der selbst verbraucht  wurde: 26 %

Mit PV zum Plus Energiehaus

 

Ehrlicherweise muss man natürlich hinzufügen, dass der rechnerische Überschuss bei so einer Betrachtung hauptsächlich durch "Sommerstrom" erfolgt.

Im sonnenarmen Winter muss natürlich in erheblichem Umfang "Winterstrom" aus dem öffentlichen Netz zugekauft werden.

Der Energieüberschuss wird somit leider nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt erreicht, sondern schwerpunktmäßig im Sommer, wenn die Sonne kräftig scheint und wir in Deutschland keine Heizung benötigen.

Konkret mussten zwischen Januar und Anfang Mai  70 % von  2.280 kWh Stromverbrauch nach wie vor zugekauft werden mussten.  Nur 30 % waren eigener PV-Strom. Bezogen auf die gesamte PV-Stromproduktion von 2.660 kWh konnten gar nur 26 % selbst genutzt werden - trotz Wärmepumpenheizung.

Photovoltaik alleine kann für unsere Gesellschaft also nicht die alleinige Lösung zum Stillen des Energiehungers sein  - gerade auch während und wegen der winterlichen Heizperiode.

Es bleiben aber  immer noch

  • die spürbar kleiner gewordene Stromrechnung
  • die bescheidene Einspeisevergütung
  • die Option, eine Speicherbatterie anzuschließen
  • die Option, künftig ein Elektroauto kostengüntig zu laden
  • die Wertsteigerung des Gebäudes
  • die Sicherheit, dass das Investment langfristig krisensicheren Ertrag liefert
  • und schließlich das gute Gefühl, die Umwelt ein klein wenig entlastet zu haben.

... und das ist eigentlich eine ganze Menge.